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Mehraufwand bei Montage

  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn der Zählertausch zum Hindernislauf wird: Warum manchmal Mehraufwand berechnet werden muss


Der Aushang hängt im Hausflur oder das Anschreiben liegt im Briefkasten: Der turnusmäßige Austausch der Heizkostenverteiler, Wärme- oder Wasserzähler steht an. Für die meisten Bewohner ist das eine schnelle Routinesache, die in wenigen Minuten erledigt ist.

Doch manchmal wird aus dem kurzen Handwerkerbesuch ein ungeplanter Kraftakt. Das ärgert nicht nur den Monteur, dessen straffer Zeitplan ins Wanken gerät, sondern am Ende oft auch den Geldbeutel der Bewohner bzw. Eigentümer. Denn wenn aus zehn Minuten plötzlich eine halbe Stunde wird, muss dieser Mehraufwand in Rechnung gestellt werden.

Aber wann genau ist das der Fall? Wir werfen einen Blick auf die zwei häufigsten „Zeitfresser“ bei der Zählermontage.


1. Die Möbelburg vor der Installation: Wenn der Zugang blockiert ist



Unsere Monteure kommen zu Ihnen, um Technik auszutauschen – nicht als Umzugsunternehmen. Die Zeitfenster für den Tausch der Messgeräte sind eng getaktet, damit wir an einem Tag möglichst viele Wohnungen bedienen und die Kosten für alle niedrig halten können.

Steht nun aber das schwere Ecksofa direkt vor dem Heizkörper, ist der Zählerplatz im Bad mit Dutzenden Kosmetikartikeln zugebaut oder wurde die Heizung hinter einer fest montierten Holzverkleidung „versteckt“, kann der Monteur nicht arbeiten. Wenn unsere Techniker erst anfangen müssen, Möbel zu rücken, Regale abzubauen oder Kartons zu schleppen, um überhaupt an das Messgerät zu gelangen, kostet das wertvolle Zeit. Genau für diese ungeplante Vorarbeit wird dann ein Mehraufwand berechnet.

2. Das streikende Absperrventil: Wenn sich das Wasser nicht abdrehen lässt


Dieses Problem tritt besonders häufig bei Wasserzählern auf. Bevor der alte Zähler abmontiert werden kann, muss logischerweise die Wasserzufuhr für diesen Strang unterbrochen werden. Eigentlich ein Handgriff: Das wohnungseigene Absperrventil wird zugedreht.

In der Praxis erleben wir jedoch oft, dass diese Ventile über Jahre nicht bewegt wurden. Sie sind verkalkt, klemmen komplett fest oder schließen einfach nicht mehr dicht. Die Folge: Der Monteur kann den Zähler nicht wechseln, ohne eine Überschwemmung zu riskieren. In solchen Fällen müssen oft aufwendige Alternativlösungen gefunden werden – bis hin zum Absperren und Entleeren ganzer Stränge im Haus. Das ist ein massiver technischer und zeitlicher Zusatzaufwand, der über den standardmäßigen Zählerwechsel weit hinausgeht und deshalb gesondert abgerechnet werden muss.

So bleibt der Zählertausch stress- und kostenfrei

Niemand freut sich über unerwartete Kosten. Die gute Nachricht ist: Meistens lassen sie sich mit ein klein wenig Vorbereitung ganz leicht vermeiden. Wenn der nächste Zählertausch ansteht, helfen Ihnen diese zwei simplen Schritte:

  • Weg frei machen: Schauen Sie sich am Abend vor dem Termin kurz Ihre Heizkörper und Wasserzähler an. Räumen Sie Pflanzen, Deko oder kleinere Möbelstücke, die im Weg stehen, einfach kurz zur Seite. Der Monteur sollte direkt an das Gerät herantreten können.

  • Den „Dreh-Test“ machen: Prüfen Sie (falls möglich) im Vorfeld, ob sich die Absperrventile für das Wasser in Ihrer Wohnung problemlos schließen und wieder öffnen lassen. Wenn es hier hakt, können Sie frühzeitig Ihren Vermieter oder Hausmeister informieren, damit das Ventil rechtzeitig repariert wird, bevor der Zählermonteur vor der Tür steht.

Mit dieser kurzen Vorbereitung schonen Sie nicht nur die Nerven aller Beteiligten, sondern auch Ihren Geldbeutel. Und der Monteur ist so schnell wieder verschwunden, wie er gekommen ist!

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