Wärmemessdienst in Zeiten der COVID-19-Pandemie

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


seit Ende Januar hat die Pandemie in Deutschland Einzug gehalten. Zu diesem Zeitpunkt war die große, jährliche Funkablesung in den meisten Liegenschaften abgeschlossen. Einige Liegenschaften sind schon mit Datensammlern (Gateways) ausgerüstet und übertragen die Ablesedaten via GSM direkt auf unsere Server, bei den restlichen Objekten haben wir persönlich, meist von der Straße aus, per Funkantenne die Ablesedaten empfangen.

Gerade in diesen Zeiten ist die Funkablesung ein großer Pluspunkt für uns als Messdienst und für Sie als Kunde. Für uns gibt es bei der Datenerfassung keinen persönlichen Kontakt zu Mietern, auch sind die Liegenschaften zuverlässig und schnell abgelesen. Für Sie als Kunden konnten wir trotz allen Widrigkeiten der letzten Wochen, bedingt durch das Abstandsgebot, die Heiz- und Nebenkostenabrechnungen fast in gewohnter Weise fertig stellen.

Im Bereich Rauchwarnmelderprüfung hingegen gibt es noch einiges nachzuholen. Hier fangen wir jetzt wieder an, die Sichtprüfungen der Melder durchzuführen. Die entsprechenden Liegenschaften, bzw. Mieter, werden von uns über die Termine informiert.

Jegliche Termine werden durch uns bis auf weiteres ausschließlich mit dem gebührenden Abstand und mit Mundschutz unter Einbeziehung aller Hygienemaßnahmen durchgeführt. Wir sind sehr froh, dass wir bisher keine COVID-19 Erkrankung im Unternehmen hatten und hoffen inständig, dass es auch so bleibt.

In den letzten Tagen geht es in kleinen Schritten Richtung Normalität. Es wird vermehrt montiert, geprüft und auch neue Anfragen erreichen uns wieder.


Bleiben Sie gesund!


Ihr

Wolfgang Johst

Geschäftsführender Gesellschafter

- Mai 2020 -


​Energieeffizienzrichtlinie

Seit dem 19.06.2018 steht das Ergebnis der Trilogverhandlungen fest, bei dem sich das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die Europäische Kommission auf eine neue Fassung der Energieeffizienz-Richtlinie geeinigt haben. Den EU-Mitgliedstaaten verbleiben dann 18 Monate Zeit für die Umsetzung der Vorgaben in das jeweilige nationale Recht; für einzelne Bestimmungen ist eine Umsetzungsfrist von 22 Monaten vorgesehen.


Hierbei könnte es zu einer Anpassung der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFerwärmeV) und der Verordnung über Heizkostenabrechnung (HeizkostenV) kommen.


Die Kernaussagen im Überblick:


1. Ab 2020 installierte Wasserzähler und Heizkostenverteiler sollen fernablesbar sein, wenn dies technisch machbar, kosteneffizient durchführbar und im Hinblick auf die möglichen Energieeinsparungen verhältnismäßig ist.


2. Bereits installierte, nicht fernablesbare Wasserzähler und Heizkostenverteiler sollen bis 2027 mit dieser Funktion nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden.


3. Ab 2022 sollen Hausbewohner unterjährige Verbrauchsinformationen erhalten, vorausgesetzt, die erforderliche Messtechnik ist im Haus verfügbar.


4. Der Zugang zu den Verbrauchserfassungs- und Abrechnungsinformationen muss grundsätzlich kostenfrei sein.



Die Neufassung umfasst diese Punkte im Detail:


Zu 1. Verbrauchserfassung und Kostenverteilung für die Wärme-, Kälte- und Warmbrauchwasserversorgung:

Im Einzelnen wird in den Vorschriften zur Verbrauchserfassung (Art. 9a-9c) geregelt, dass Endkunden Zähler zu wettbewerbsfähigen Preisen erhalten sollen, die den tatsächlichen Verbrauch präzise wiedergeben (Art. 9a). Für Gebäude mit mehreren Wohnungen und Mehrzweckgebäuden müssen individuelle Verbrauchszähler bereitgestellt werden, wenn dies technisch machbar und kosteneffizient ist, sonst können Kostenverteiler eingesetzt werden (Art. 9b).

Eine größere Neuerung ergibt sich aus Art. 9c: Danach müssen alle neuen Zähler und Kostenverteiler ab dem 1.1.2020 bzw. zum Ablauf der Umsetzungsfrist fernauslesbar sein;


Zu 2. Nachrüstung von Geräten

Installierte nicht fernablesbare Geräte sind bis zum 1.1.2027 nachzurüsten. Damit rücken die Funk- und Anbindungstechnologien wie wMBus nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern auch aus regulatorischer Sicht immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit.


Zu 3. Unterjährige Verbrauchsinformationen:  Abrechnungs- und Verbrauchsinformationen zur Wärme-, Kälte- und Warmbrauchwasserversorgung à

Nach Art. 10a müssen Abrechnungs- und Verbrauchsinformationen zur Verfügung gestellt werden. Neu ist, dass dieses Recht dem Endnutzer zusteht, d.h. der Person, die die Wärme bzw. Kälte erwirbt oder nutzt, und zwar auch dann, wenn sie keinen Vertrag mit dem Versorger hat. Die Mitgliedstaaten können hier entscheiden, wer für die Erfüllung dieser Pflicht verantwortlich ist. Die Pflichtangaben entsprechen dabei inhaltlich den Angaben, die bereits jetzt im Bereich der Strom- und Gasversorgung mitgeteilt werden müssen, etwa zu Preisen, Verbrauch, Brennstoffmix, Emissionen etc.


Zu 4. Kosten für den Zugang zu Verbrauchserfassungs- und Abrechnungsinformationen für die Wärme- und Kälteversorgung

Der Zugang zu den Verbrauchserfassungs- und Abrechnungsinformationen muss grundsätzlich kostenfrei sein. Die Kosten der Übertragung dieser Aufgabe an Dritte können aber dennoch an Endkunden umgelegt werden, was vor allem für Contracting- und Mietverhältnisse relevant sein dürfte (Art. 11a). Mitgliedstaaten können diese Kosten allerdings dämpfen, etwa die Nutzung interoperabler Geräte vorschreiben oder die Anwendung von Ausschreibungen fördern (Art. 11a).


Quelle: Der Energieblog: http://www.derenergieblog.de/alle-themen/energie/eu-regelt-abrechnung-und-verbrauchserfassung-in-der-waermeversorgung/